Kuopio 14.02.2016

Hofheimer Zugführer auf ModTTX-EU-Übung

Die ModTTX Übung ist eine von der Europäischen Union ausgerichtete Stabsrahmenübung um die Einsatzfähigkeit, Zusammenarbeit und Koordination innerhalb des Katastrophenschutzverfahrens der Union zu trainieren.

Ziel des Verfahren ist es, den Einsatz der Bevölkerungsschutzdienste bei Katastrophen großen Ausmaßes sowie schweren Notfällen zu koordinieren. Solche Notfälle sind Natur- und Technologiekatastrophen, Terrorakte sowie Meeresverschmutzung, die sich innerhalb oder außerhalb der Europäischen Union ereignen. Kernstück des EU-Katastrophenschutztsverfahrens ist das ERCC (Emergency Response Coordination Centre), dort kommen die Hilfeersuchen von Ländern in Not an, von dort aus werden die Gesuche an die teilnehmenden Staaten weitergegeben und dort werden die Informationen aus den Mitgliedstaaten koordiniert. Weitere Elemente des Verfahrens sind ein "Gemeinsames Informations- und Kommunikationssystem" (CECIS), eine Datenbank mit den Einsatzteams, den Experten, mit den "Modulen" und den "Technical Assistance Support Teams" (TAST), eine Datenbank mit medizinischen Ressourcen, ein Ausbildungsprogramm sowie die Entsendung von Erkundungs- und Koordinierungsteams.

Die aktuelle Übung wurde federführend von und auf dem Gelände des CMC (Crisis Management Centre) in Kuopio in Finnland durchgeführt.

Als Mitglied eines solchen Erkundungs- und Koordinierungsteams nahm Peter Benz, Zugführer im Ortsverband Hofheim, zur technischen Unterstützung an der Übung teil. Das Übungsszenario fand im fiktiven Land Modulistan statt, die Situation vor Ort war eine Überlagerung von grossflächigen Waldbränden und eines im weiteren Verlauf dazukommenden Erdbebens. Neben dem siebenköpigen Erkundungs- und Koordinierungsteam wurden 5 USAR (Urban Search and Rescue) Module sowie 5 GFFFV (Ground Forrest Fire Fighting with Vehicles) Module über das EU-Verfahren angefordert und zusätzlich zu den nationalen Kräften eingesetzt.

Das Erkundungs- und Koordinierungsteam war als Bindeglied zwischen den lokalen Behörden, den eingesetzten EU-Modulen und dem ERCC für die Koordination und Kommunikation verantwortlich, um so den lokalen Behörden einen zentralen Ansprechpartner zu bieten, die Tätigkeiten der Module zu koordinieren, die Lage darzustellen und die notwendigen Berichte zu verfassen. Zu Beginn der Übung musste auch ein RDC (Reception and Departure Center) aufgebaut und betrieben werden, um den einreisenden EU-Modulen als erster Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen, die Teams zu erfassen und die Einsatzbereiche zuzuordnen.

Insbesondere das Waldbrandszenario erforderte bei andauerndem Schneefall vor den Fenstern eine gewisse Vorstellungskraft, jedoch ist dies die einzige Jahreszeit, in der die Mitglieder der GFFFV Module Zeit haben an Übungen teilzunehmen.





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